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Über Haus-Belger

Wir freuen uns seit dem 25.08.2014 den ersten mongolischen Azubi in Deutschland ausbilden zu dürfen. Dulguun lernt im Haus Belger das Handwerk des Gastgewerbes.
Er hat sich schon gut bei uns eingelebt und hat bereits viele Freunde. Im Foto sieht man den mongolischen Botschafter, Dulguun und Willi Belger bei einem Besuch im Restaurant des Haus Belger.

 

Willi Belger mit Dulguun, sowie dem Botschafter und Dr. Udo Haase

Das Haus Belger unterstützt auch den örtlichen Sportverein. Die SG Großziethen ist einer der größten Vereine im Landkreis Dahme-Spree.

Wir möchten an dieser Stelle ein wenig aus der Geschichte des "Haus-Belger" plaudern:
 
Wilhelm Belger, geboren 1876, der Großvater des heutigen Besitzers, war der bekannteste Pferdehändler in und um Berlin. Um mit den Großziethener Bauern ins Gespräch zu kommen, musste Wilhelm Belger stets in Gaststätten gehen, wo die Bauern bei Bier und Korn saßen und ihr Tageswerk auswerteten.

Sein größter Wunsch war es deshalb, in einem eigenen Haus eine Gaststätte zu haben. Er wollte aus der obigen Wohnung mit Filzlatschen in die Gaststube gehen, um mit den Bauern zu würfeln und bei einer Molle mit Korn über aktuelle Probleme der dörflichen Gemeinschaft, wie z.B. Erntefest, Bauernwettreiten und gegenseitige Unterstützung mit landwirtschaftlichen Maschinen, besonders im Frühjahr und Herbst, zu diskutieren und zu organisieren.

So baute Wilhelm Belger 1908 - 1909 sein Haus auf die Ecke des elterlichen Anwesens. Sein Traum, im Haus eine Gaststätte zu haben, konnte zur damaligen Zeit nicht realisiert werden, da es in dem kleinen Großziethen bereits 8 Gaststätten gab, bekam er - obwohl selbst Gemeindevertreter - dafür keine Genehmigung.
Erst im Dezember 1996 wurde das neugestaltete "Haus Belger" eröffnet. Willi Belger verwirklichte den Traum seines Großvaters und baute das 6 - Familien - Haus als Hotel mit Restaurant um.

 

Eröffnung Wilhelm Belger Halle

Chronik des Ortsteils Großziethen

1375 – Erste Erwähnung
Die Dorfkirche in Großziethen stammt aus einer Zeit, die vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes liegt. Im Landbuch Kaiser Karls des Vierten aus dem Jahre 1375 wird Groß Cziten erwähnt. Cziten kommt vom wendischen Zita, was Getreidefeld bedeutet. 1375 hatte Großziethen 60 Hufen (Bezeichnung für ein Bauerngut oder Gehöft das von einer Familie bewirtschaftet wurde). Fünf Hufen gehörten dem Pfarrer und für 41 Pachthufen, erhoben vor allem Berliner Bürger Pacht, Zins und Bede (alte Steuerform). Es waren 9 Kossäthen (Dorfbewohner, die einen Kotten bzw. eine Kate besaßen) und ein Krug (ländliche Gaststätte) vorhanden.

1600 bis 1900
Im Jahre 1624 waren in Großziethen 11 Hüffner mit 50 Pachthufen und 6 Kossäthen und ein Müller ansässig. Im 30-jährigen Krieg wurden 6 Hüfner vertrieben oder getötet. Zwei Hufen blieben auch viele Jahre nach Beendigung des 30-jährigen Krieges unbesetzt.

Klein Ziethen (früher Lutken-Cziten und seit 1652 Klein Ziethen geschrieben) war ein zu Großziethen gehörendes eingepfarrtes Dorf mit 42 Hufen. Ehemals war es ein Rittergut, welches dem Ritterschaftsrath Moser gehörte.

1760 wurde die Gemeinde während des 7-jährigen Krieges nach der Schlacht von Kunnersdorf von Österreichern und Russen geplündert. 20 Jahre später vertauschte August Ferdinand von Flauss die beiden Güter an die Familie von Zastrow. 1809 erwarb Leutnant von Quast die Güter, um sie kurze Zeit später an den Grafen von Bohlen zu veräußern. 1814 erwarb der Kaufmann Braumüller aus Berlin die Güter. Pfingsten 1835 brannte der halbe Ort nieder.

1890 kauft der Ritterschaftsrath Keller beide Güter und veräußert sie zwei Jahre später an die Gemeinde Steglitz.

1900 bis zur Gegenwart
1904 wurde der Berliner Kommerzienrat Gilke neuer Besitzer des Gutes Großziethen.
Bevor Großziethen 1945 von russischen Truppen eingenommen wurde, erlebte die damalige Gemeinde schwere Bombenangriffe. Ab 1961 fristete Großziethen ein „Mauerblümchen-Dasein“, abgelegen und dem Besucher ohne Passierschein in einigen Teilen verschlossen. Bis zur Grenzöffnung am 9. November 1989 verharrte Großziethen im „Dornröschenschlaf“, da es nur von Süden her eine Zufahrt gab.
Seit 1990 ist Großziethen wieder aus allen vier Himmelsrichtungen erreichbar.